Dauerbrenner Nachhilfe

Nach wie vor ist der Nachhilfebedarf in Österreich sehr hoch. Bundesweit bekam knapp ein Fünftel (18 %) der Schüler/innen Nachhilfe; die meisten davon (14 %; das sind rund 138.000 Schüler/innen) erhielten in diesem Schuljahr und im Sommer davor eine bezahlte Nachhilfe.
Auch an den finanziellen Belastungen der Eltern und den zeitlichen und stressbezogenen Belastungen infolge des Lernens und Übens mit den Kindern hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert. Gerade für einkommensschwächere Haushalte stellt bezahlte Nachhilfe eine Belastung dar. Viele Eltern fühlen sich zeitlich belastet, weil sie mit den Kindern lernen müssen. Dies betrifft in erster Linie die Mütter, da sie es vor allem sind, die sich um die schulischen Belange zu Hause kümmern.
Das IFES führte im Auftrag der AK Wien (Abteilung Bildungspolitik) von Anfang März bis Ende April 2017 eine bundesweit repräsentative Befragung bei Eltern von Schulkindern zum Thema „Nachhilfe“ durch.
Da die Anzahl der Interviews in den meisten Bundesländern im Auftrag der AK-Länderkammern noch weiter aufgestockt wurde, umfasst Stichprobe rund 3.435 Eltern-Haushalte mit insgesamt 5.683 Schüler/innen. Zweck dieses jährlichen großangelegten Monitorings ist, aktuelle empirische Grundlagendaten zur Nachhilfe-Thematik in Österreich zu beschaffen und die entsprechende Entwicklung im Zeitverlauf zu analysieren.

Rückfragen

Dr. Gert Feistritzer steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

+43 1/546 70 324​ oder gert.feistritzer@ifes.at