Arbeitsklima Index: Burgenlands Beschäftigte stark unter Druck

Über die Ergebnisse einer Sonderauswertung des Arbeitsklima Index für das Burgenland hat IFES-Geschäftsführer Reinhard Raml gemeinsam mit dem Präsidenten der Arbeiterkammer Burgenland Gerhard Michalitsch und dem kaufmännischen Leiter der pro mente Reha Rust Josef Burkhardt im Rahmen einer Pressekonferenz informiert. Fazit: Die Belastungen für die Beschäftigten haben durch die Pandemie weiter zugenommen.

Konkret sank der Arbeitsklima Index (kurz: AKI) für das Burgenland von 111 Punkten im Jahr 2019 um acht Punkte auf nur mehr 103 Punkte im Jahr 2021. Der AKI liegt damit nur noch knapp über dem Tiefpunkt der 20-jährigen  Messgeschichte. Dazu kommt auch ein enormer Anstieg bei den psychischen Belastungen: Die Werte für psychischen Stress haben sich seit 2019 verdreifacht, die Isolation am Arbeitsplatz hat sich verdoppelt und auch der Innovationsstress hat sich verdoppelt.

„Die angespannte Situation für die Beschäftigten im Burgenland hat sich im zweiten Jahr der Pandemie stark zugespitzt, die emotionale Belastung hat sprunghaft zugenommen. Die Gründe dafür sind Konflikte rund um Home-Office und den Gesundheitsschutz vor Ort in den Betrieben sowie die ungleichmäßige Verteilung der Arbeitsauslastung. Zu Spitzenzeiten – z.B. nach einem Lockdown – fehlt dann plötzlich das Personal. Es ist wichtig, dass Unternehmen und ihre Belegschaft wieder zu gegenseitigem Vertrauen finden und gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Raml. Es gehe also weniger um die wirtschaftliche Gesamtsituation als vielmehr um tägliche Konflikte und Erschwernisse bei der Arbeit, die mit der Pandemie einhergehen.

(Fotocredit: Felder/AK Burgenland)

Rückfragen

Dr. Reinhard Raml steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: +43 1 546 70 321 oder reinhard.raml@ifes.at