Beschäftigte der Salzburger Landeskliniken mit hohen Belastungen konfrontiert

Im Auftrag der Arbeiterkammer Salzburg hat das IFES unter Beschäftigten der Salzburger Landeskliniken (ausgenommen ärztliches Personal) erhoben, wie es um Fragen der Arbeitszufriedenheit und -belastung steht. Motivation und Teamgeist sind allgemein hoch, das gilt allerdings auch für die Belastungssituation – insbesondere im Pflegebereich. Jede/r Zweite klagt über Zeitdruck und Stress.

Gemeinsam mit Peter Eder, Präsident der Arbeiterkammer Salzburg, hat IFES-Geschäftsführerin Dr.in Eva Zeglovits die Ergebnisse der Erhebung im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Bereits 2018 wurde von AK und IFES eine Befragung durchgeführt. Im Zeitvergleich zeigt sich, dass die Zufriedenheit in (fast allen) abgefragten beruflichen Belangen zurückgegangen. Allgemein sind die Beschäftigten der SALK hohen beruflichen Belastungen ausgesetzt – das gilt vor allem im Pflegebereich. Im Vergleich zu den Daten der österreichweiten Studie zum Arbeitsklima Index (AKI) zeigt sich, dass die Beschäftigten der SALK deutlich häufiger mit Zeitdruck und Stress konfrontiert sind.

COVID19 hat zusätzliche Belastungen mit sich gebracht: Sechs von zehn Befragten stimmen der Aussage zu, sie hätten das Gefühl, in ihrem Beruf zu hart zu arbeiten und die Belastung sei zu hoch. Rund 90 Prozent der Befragten – unabhängig davon, ob sie im COVID-Bereich/COVID-Haus im Einsatz waren oder nicht – fordern daher ein faires Zulagenmodell für das gesamte Personal statt nur für den COVID-Bereich.

Bei Gewalterfahrungen hat es kaum eine Verbesserung gegeben. Weiterhin gehören verbale Übergriffe zum Alltag: 67 Prozent der Befragten haben diese selbst beobachtet, 56 Prozent waren selbst betroffen. Mehr als ein Drittel beobachtet Psychoterror, Mobbing oder Stalking; jede/r Fünfte gibt an, davon selbst betroffen zu sein.

 

Rückfragen

Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

eva.zeglovits@ifes.at
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