BetriebsrätInnen: Einbindung positiv für Beschäftigte und Unternehmen

Wie wirkt sich die COVID-19-Krise auf die Unternehmen aus? Welche Maßnahmen wurden und werden umgesetzt? In welchen Bereichen gibt es Probleme und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte und Unternehmen? Diese und weitere Fragen hat das IFES im Jänner 2021 im Zuge der Studie zum Strukturwandelbarometer 2021 von AK und ÖGB 2.115 Betriebsrätinnen und Betriebsräten in Österreich gestellt. Anlässlich einer ÖGB-Kampagnenpräsentation mit der Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten Barbara Teiber und dem ÖGB-Präsidenten Wolfgang Katzian hat IFES-Geschäftsführerin Eva Zeglovits nun zentrale Ergebnisse des Strukturwandelbarometers vorgestellt.

Nach wie vor sehen sich die befragten Betriebsrätinnen und Betriebsräte bei den Maßnahmen während der COVID-19-Krise eher oder sogar sehr gut eingebunden (83 Prozent) – allerdings mit starken Unterschieden nach Branchen. Unter anderem zeigte sich, dass der Grad der Einbindung einen Unterschied macht: Je besser BetriebsrätInnen eingebunden sind, desto positiver sind die Auswirkungen für die Beschäftigten. So etwa, wenn es um freiwillige Aufzahlungen zusätzlich zur garantierten Ersatzrate im Rahmen von Kurzarbeit geht. Nur 17 Prozent der Unternehmen mit schlecht eingebundenen BetriebsrätInnen gewährten dies ihren Beschäftigten in Kurzarbeit; mit sehr gut eingebundenen BetriebsrätInnen waren es hingegen 29 Prozent.

Verstärkte Entgrenzung von Arbeit durch Homeoffice

Um die negativen Auswirkungen der Krise abzufedern, haben die Betriebe erneut auf Homeoffice (89 Prozent), den Abbau von Urlaub oder Gutstunden (78 Prozent) und Kurzarbeit (61 Prozent) gesetzt. Fast überall wurden zudem entsprechende Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Aus dem Strukturwandelbarometer geht auch hervor, dass das Arbeiten von Zuhause aus besondere Herausforderungen für die Beschäftigten mit sich bringt. Sechs von zehn BetriebsrätInnen berichten von einem Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sowie einer Erreichbarkeit auch außerhalb der Dienstzeiten in ihren Unternehmen. 58 Prozent sehen im Kontext von Homeoffice eine Mehrbelastung für die Kolleginnen und Kollegen.

 

(Fotocredit: ÖGB)

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