Ergebnisse des Wiener Suchtmittelmonitorings

Im Auftrag der Sucht- und Drogenkoordination Wien führte das IFES von Juli bis September 2019 in Wien eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zum Thema Suchtmittel und Drogen durch. Der besondere Stellenwert dieser Monitoring-Studie liegt darin, dass es dazu inzwischen Zeitreihendaten zu einzelnen Themenbereichen über eine Periode von beinahe drei Jahrzehnten hinweg gibt. Inhaltliche Schwerpunkte der Befragung sind das Konsumverhalten in Bezug auf Psychopharmaka, illegalen Substanzen, Alkohol und Nikotin sowie Verhaltensmuster im Hinblick auf Glücksspiele. Weitere Fragen betrafen Einstellungen zu Präventionsmaßnahmen und zur Wiener Sucht- und Drogenpolitik.


Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Illegale Substanzen: Lage stabil, meist nur Probierkonsum
  • Alkohol: weiterhin hoher Konsum, Gefährlichkeit wird unterschätzt
  • Rauchen: Ein Drittel raucht täglich, kein Rückgang, hohe Zustimmung zu rauchfreier Gastronomie
  • Glücksspiel: Drei Viertel wollen Anbieter stärker in die Pflicht nehmen
  • Sucht- und Drogenpolitik: gutes Zeugnis für den Wiener Weg
  • Maßnahmen im Suchtbereich: Hohe Zustimmung für Therapie statt Strafe und Schadensminimierung

Über das Wiener Suchtmittelmonitoring
Das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) führt seit 1993 im Auftrag der Sucht- und Drogenkoordination Wien gemeinnützige GmbH alle zwei Jahre eine Befragung der Wiener Bevölkerung zum Thema Suchtmittel und Suchtverhalten durch.
Die Datenerhebung für das Suchtmittelmonitoring 2019 erfolgte von Juli bis Anfang September 2019 in Form von mündlichen Interviews bei einer repräsentativen Zufallsstichprobe von 600 Personen ab 15 Jahren.

„Der besondere Stellenwert des Wiener Suchtmittel-Monitorings liegt darin, dass zu einzelnen Sucht-Themen und Verhaltensweisen mittlerweile Vergleichsdaten und Trendanalysen über einen Zeitraum von 25 Jahren vorliegen.“ — Dr. Gert Feistritzer, Projektleiter Suchtmittelmonitoring bei IFES

 

Rückfragen

Dr. Gert Feistritzer steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

+43 1/546 70 324​ oder gert.feistritzer@ifes.at