Arbeitsklima-Index: Immer länger arbeiten!

Die neuerdings von Wirtschaftsvertretern an die österreichischen Beschäftigten gerichtete Forderung nach Verlängerung der Arbeitszeit muß diesen wie ein "Aha-Erlebnis" der besonderen Art vorkommen. Denn wie eine aktuelle Sonderauswertung des österreichischen Arbeitsklimaindex zeigt, arbeiten jetzt schon 22 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten mehr als 45 und 21 Prozent mehr als 40 Wochenstunden. Viel Arbeit bringt zwar auch mehr Einkommen, wobei sich allerdings die Kurve des Einkommenszuwachses ab etwa 35 Wochenstunden abzuflachen beginnt. Hohe Arbeitszeiten bedeuten v.a. eine Zunahme von physischen und psychischen Belastungen, erschweren die Vereinbarkeit des Berufes mit familiären Verpflichtungen und beeinflussen auch das Verhältnis zu den Vorgesetzten negativ. Beträgt etwa der Arbeitsklimaindex bei jenen, die bis zu 20 Wochenstunden arbeiten, 111 Punkte, sinkt dieser Wert bis auf 106 Punkte bei jenen ab 40 Stunden durchschnittlicher Wochenarbeitszeit. Weitere Details der von IFES-Projektleiter Georg Michenthaler am 24. August 2004 in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Dr. Hans Kalliauer (Präsident der AK-OÖ) und Edith Enzenhofer (SORA) präsentierten Ergebnisse der aktuellen Auswertungen finden sie im beigefügten Dokument.

Generelle Informationen finden Sie auch unter www.arbeitsklima.at

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