Arbeitsklima-Index ist stabil - Zuversicht sinkt

Der Österreichische Arbeitsklimaindex liegt seit nunmehr einem Jahr auf einem konstanten Wert von 108 Indexpunkten. Unter der Oberfläche dieser scheinbaren Stabilität verbergen sich jedoch einige Bewegungen. Aufällig ist insbesondere, dass der steigende Druck und die angespannte Arbeitsmarktlage das Klima am Arbeitsplatz zunehmend. So ist etwa die Zufriedenheit mit den Beziehungen zu den Kolleg/-innen seit dem Frühjahr signifikant gesunken Waren damals damit noch 62 Prozent "sehr zufrieden", so beträgt der entsprechende Anteil jetzt nur mehr 57 Prozent. Unter den Akademiker/-innen, bei denen der Anstieg der Arbeitslosigkeit seit dem Aufnahmestopp im Öffentlichen Dienst überdurchschnittlich hoch ist, ist der Anteil der mit dem sozialen Klima sehr Zufriedenenen sogar um 15 Prozentpunkte auf nunmehr 40 Prozent gesunken. Besonders auffällig und eine bedenkliche Entwicklung ist der seit rund fünf Jahren konstante Rückgang des generellen Optimismus in die wirtschaftliche Zukunft Österreichs. Waren diesbezüglich 2001 noch 81 Prozent "sehr" oder "eher optimistisch", so sind es jetzt insgesamt nur mehr 65 Prozent. Dass auch mangelnde eigene Perspektiven in der Arbeitswelt auf den generellen Wirtschaftsoptimismus abfärben, zeigt der Umstand, dass vielfach benachteiligte Gruppen wie Frauen (62%) oder Personen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen (55%), besonders wenig zuversichtlich sind.

Weitere Details der von IFES-Projektleiter Georg Michenthaler am 10. November 2005 in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Dr. Hans Kalliauer (Präsident der AK-OÖ) und Mag. Christoph Hofinger (SORA) präsentierten Ergebnisse der aktuellen Auswertungen finden sie im beigefügten Dokument.Generelle Informationen finden Sie auch unter www.arbeitsklima.at

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