Arbeitszufriedenheit stark gesunken

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Andreas Stangl (AKOÖ), IFES-Geschäftsführer Dr. Reinhard Raml und Mag. Daniel Schönherr von SORA Auswertungen zum Arbeitsklima Index vorgestellt. Fazit: Die Arbeitszufriedenheit ist stark gesunken, die Belastungen haben deutlich zugenommen – allen voran die psychischen.

Im langjährigen Vergleich hat der Arbeitsklima Index ein besonders niedriges Niveau erreicht. Eine Besserung ist gegenwärtig nicht zu erwarten. Von Höchstständen im Jahr 2007 – vor der Weltwirtschaftskrise –  und 2018 – allgemein positive volkswirtschaftliche Lage – ist man derzeit sehr weit entfernt.

Sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, Konflikte in den Unternehmen rund um die Pandemie, zunehmender Zeitdruck und Arbeitsverdichtung durch ungleichmäßige Auslastung in den Betrieben sind Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen. Hinzu kommen ein unprofessioneller Umgang mit Home Office oder ein unzureichender Schutz der Arbeitnehmer:innen vor Ort. Das Image der Betriebe und die Zufriedenheit mit den Führungskräften leiden massiv. Der Kitt zwischen Belegschaft und Unternehmen bröckelt. Rund ein Viertel der Beschäftigten denkt gar darüber nach, den Job zu wechseln, vor der Krise – 2019 – lag dieser Wert noch bei 20 Prozent, 2016 bei 16 Prozent.

Stark gesunken ist auch der Optimismus für die Gesellschaft und die österreichische Wirtschaft insgesamt. „Auch die Lebenszufriedenheit an einem Tiefpunkt angelangt und abseits der schicksalhaften Entwicklung der pandemischen Situation braucht es wieder mehr gemeinsames Verständnis zur Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen in den Unternehmen“, betont Raml im Zuge der PK.

BILD: v.l.n.r. Mag. Daniel Schönherr (SORA), Andreas Stangl (AK-Präsident) und Dr. Reinhard Raml (Credit: Wolfgang Spitzbart, Arbeiterkammer Oberösterreich)

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Tel: +43 1 546 70 321 oder reinhard.raml@ifes.at