Beste Imagewerte für die Österreichischen Fachhochschulen

Fachhochschulen genießen ein sehr gutes Image in der Gesamtbevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Bevökerungsbefragung im Umfang von 3.200 Online-Interviews, die Ende 2018 im Auftrag der Österreichischen Fachhochschulkonferenz (FHK) vom IFES durchgeführt wurden. Von allen abgefragten Bildungseinrichtungen in Österreich fällt der Gesamteindruck von Fachhochschulen am besten aus (69% sehr/eher guter Eindruck), gefolgt von Universitäten (65%) und berufsbildenden höheren Schulen (64%).

Insbesondere die straffere Organisation des Studiums, Betreuung und Service, der Praxisbezug und die Nähe zur Wirtschaft und potenziellen Arbeitgebern werden als Stärken von Fachhochschulen wahrgenommen.

Zufriedenheit mit dem Studium

Im Rahmen der Studie wurden auch verschiedene Aspekte des Studiums selbst abgefragt. Dabei zeigt sich, dass FH-AbsolventInnen und FH-Studierende deutlich zufriedener sind als Universitäts-AbsolventInnen und -Studierende. Hinsichtlich der Praxisnähe (FH: 76%, Uni: 38%; sehr und eher zufrieden), der Aktualität der Inhalte (79% vs. 65%), der technischen Ausstattung (70% vs. 41%), Betreuung und Service (70% vs. 47%), Engagement und Betreuung durch Lehrende (71% vs. 55%) sowie der zur Verfügung stehenden Lehrmaterialien (73% vs. 60%) schneiden Fachhochschulen wesentlich besser ab. Insbesondere die Servicequalität sowie Modernität der Einrichtungen sind klare Stärken der Fachhochschulen.

Die Rahmenbedingungen eines FH-Studiums bringen den positiven Aspekt mit sich, dass Studierende größtenteils von einem Abschluss in Mindestzeit ausgehen und dass in den Lehrveranstaltungen genügend Plätze für alle Studierenden vorhanden sind. Rund 7 von 10 FH-Studierenden (71%) gehen davon aus, dass sie ihr Studium in Mindestzeit absolvieren werden, unter Uni-Studierenden sind es 40%. Rund sechs von 10 FH-Studierenden (62%) sehen das Platzangebot in den Lehrveranstaltungen als ausreichend an (Universität: 51%).

Relevanz für den Arbeitsmarkt

Eine klare Stärke von Fachhochschulen ist der Praxisbezug und die Nähe zur Wirtschaft und Arbeitswelt. Die Aussichten eine Arbeitsstelle zu finden wird bei Fachhochschulen besser als bei Universitäten gesehen. Mehr als zwei Drittel der FH-Studierenden und FH-AbsolventInnen sehen gegenüber Universitäten folgende Vorteile:

  • Absolvierung des Studiums in Mindestzeit (FH: 72% vs. Uni: 24%)
  • hohen Praxisbezug (69% vs. 28%)
  • guter Ruf in der Wirtschaft (67% vs. 46%)
  • modern und innovativ (68% vs. 39%)
  • enge Kooperation mit Unternehmen (63% vs. 29%)
  • Vermittlung zeitgemäßer Inhalte (70% vs. 49%)
  • innovative Studienmodelle für berufstätige Studierende (62% vs. 34%)
  • tragen den Anforderungen in der Wirtschaft Rechnung (62% vs. 33%)
  • starke Orientierung an der Wirtschaft (48% vs. 24%)


Hinsichtlich des Angebots an Studienrichtungen sowie der Qualität der Ausbildung generell zeigen sich keine nennenswerten Differenzen zwischen den beiden Bildungseinrichtungen – beide rangieren auf sehr hohem Niveau.

Stellenwert im Bildungssystem

Der Stellenwert einer Ausbildung auf Hochschulniveau ist unumstritten hoch. 84% der Bevölkerung sind der Meinung, dass Fachhochschulen einen (sehr) hohen Stellenwert im österreichischen Bildungssystem haben . Im direkten Vergleich von Fachhochschulen zu Universitäten liegen die beiden Bildungseinrichtungen gleich auf: 32% stufen den Stellenwert von Fachhochschulen höher ein, ebenso viele sehen Universitäten höher angesiedelt, und 36% sehen beide auf gleichem (hohen) Niveau.

Rückfragen

Mag.a Teresa Schaup steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: +43 1/546 70 584​ oder teresa.schaup@ifes.at