Bevölkerung lehnt Verkauf von Post und Telekom ab

Die österreichische Bevölkerung ist mit den Leistungen der Post sowie der Telekom/Mobilkom sehr zufrieden und will nicht, dass der Staat (weitere) Eigentumsanteile an diesen Unternehmen veräußert.
Das ist das Hauptergebnis einer IFES-Studie im Auftrag der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten, die am 7.7. 2005 im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Durch einen Verkauf der Post und einem Totalverkauf des Telekom-Konzerns befürchten die ÖsterreicherInnen eine Gefährdung der Basisversorgung, eine Verteuerung und Qualitätsverschlechterung der Dienstleistungen sowie längerfristige volkswirtschaftliche Nachteile, etwa durch entgehende Steuereinnahmen und Dividenden. 59 Prozent nehmen an, bei den Verkaufsabsichten ginge es der Regierung eher um die Durchsetzung parteipolitischer Interessen, nur 31 Prozent vermuten dahinter das Motiv einer besseren wirtschaftlichen Absicherung der Unternehmen.
Fast drei Viertel der Befragten halten es für völlig oder eher schon gerechtfertigt, dass die Gewerkschaft gegen den Verkauf der Post- und Telekomunternehmen Widerstand leistet. Unter den möglichen Widerstandsmaßnahmen ist seit 2003 die Akzeptanz von Streiks von 31 auf 37 Prozent gestiegen.

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