Corona - Wie stehen die Menschen jetzt zu den Maßnahmen

Wie stehen die Menschen jetzt zu den Maßnahmen in der Corona Krise? Immer noch bewerten große Mehrheiten die Maßnahmen als notwendig, allerdings beginnt die Unterstützung langsam zu bröckeln.
Die Absage von Veranstaltungen, die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, das Besuchsverbot in Spitälern und Altenheimen – das sind die drei Maßnahmen, die derzeit am meisten Unterstützung finden. Schlusslicht bildet die Schließung der Spielplätze, aber auch hier finden rund zwei Drittel die Maßnahme als notwendig.
Spannend ist der Zeitvergleich mit der Umfrage aus dem März. Im Zeitraum von rund vier Wochen ist die Unterstützung deutlich zurückgegangen. Das betrifft insbesondere die Schließung von Schulen von Kindergärten – hier wurde gegen Ende des Befragungszeitraums der Fahrplan zur Öffnung von Seiten der Bundesregierung kommuniziert. Fanden im März noch 80%, dass die Schließung „sehr notwendig“ sei, waren es im April nur mehr 47%. Einen ähnlich starken Rückgang kann man auch bei der Schließung der Restaurants beobachten.
In Summe empfindet eine sehr große Mehrheit die Maßnahmen insgesamt als gerade richtig. Der Anteil derer, der sie für übertrieben hält, ist aber in den zwischen den zwei Umfragen im März und im April deutlich gestiegen, nämlich von 11% auf 26%.
Was das eigene Verhalten betrifft, kann man ebenfalls Rückgänge beobachten. Haben im März noch 84% der Befragten der Aussage „sehr“ zugestimmt, dass sie sich eher nicht mit älteren Personen treffen, um sie vor einer Ansteckung zu schützen, sind das heute deutlich weniger, nämlich 64%. Dies ist natürlich im Kontext dessen zu sehen, wie lange die Maßnahmen oder Empfehlungen schon Geltung haben – nach rund eineinhalb Monaten sind diese Werte anderes zu werten als in den ersten beiden Wochen.
Das IFES hat von 17.-24. April n=604 Personen, repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung ab 16 Jahren, telefonisch und online befragt. Als Vergleichswert verwenden wir eine Umfrage, die mit gleicher Methode zwischen 19. und 25. März durchgeführt wurde (n=607).

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Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

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