Eltern sehen die Situation für Kinder in Österreich kritisch

57% der Eltern von Kindern unter 14 sind der Meinung, dass sich die Situation für Kinder in Österreich eher oder eindeutig in die falsche Richtung entwickelt. Besonders AlleinerzieherInnen und Familien mit niedrigen Haushaltseinkommen bewerten die Entwicklung negativ. Demensprechend verwundert es wenig, dass viele kinder- und familienpolitische Maßnahmen von Eltern mit großer Mehrheit unterstützt werden, allen voran der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und der kostenfreie Kindergarten. Aber auch der Chancenindex, also mehr Geld für Schulen, die mehr Kinder mit Förderbedarf besuchen, kostenfreies Essen in Schulen und Kindergärten und der Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem ersten Geburtstag finden bei mindestens zwei Drittel der Eltern von unter 14-jährigen Zustimmung. Die kostenfreie Ganztagesschule halten 65% für eine sehr gute oder eher gute Idee.

Auffällig ist, dass sehr viele dieser Maßnahmen besonders von Eltern mit niedrigen Haushaltseinkommen, AlleinerzieherInnen und Familien, wo beide Eltern Vollzeit arbeiten, befürwortet werden.


Das IFES hat im Auftrag der Kinderfreunde eine Studie unter n=510 Eltern mit Kindern unter 14 Jahren im Haushalt mittels telefonischen und online Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einer pressekonferenz am 4.9.2019 von  Mag.a Daniela Gruber-Pruner, Christian Oxonitsch (beide: Kinderfreunde) und Dr.in Eva Zeglovits (IFES) vorgestellt.

Rückfragen

Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

eva.zeglovits@ifes.at
oder +43 1 546 70 351