Gewalt und Aggression am Arbeitsplatz

Gemeinsam mit Barbara Teiber, Vorsitzender der Gewerkschaft GPA, und Ilse Kalb, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende im Hanusch-Krankenhaus, präsentierte IFES-Geschäftsführerin Eva Zeglovits die Ergebnisse einer Befragung zum Thema Gewalt und Aggression am Arbeitsplatz.

Beinahe 4 von 10 ArbeitnehmerInnen waren in den letzten zwei Jahren von verbalen Übergriffen wie Beleidigungen oder Drohungen am Arbeitsplatz betroffen, 15% sogar oft oder gelegentlich. Verbale sexuelle Belästigung mussten 16% der ArbeitnehmerInnen erleben (5% oft oder gelegentlich), zu körperlichen Übergriffen (z.B. Handgreiflichkeiten) kam es bei rund 6% (3% oft oder gelegentlich). Bei all diesen Formen von Gewalt oder Aggression am Arbeitsplatz sind Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen überdurchschnittlich betroffen, aber auch im Handel werden vermehrt Übergriff gemeldet, sowie von jüngeren Beschäftigten und Frauen.

Während bei verbalen Übergriffen als TäterInnen externe Personen aber auch KollegInnen genannt werden, überwiegen bei Handgreiflichkeiten die Externen, also KundInnen, PatientInnen oder KlientInnen.
Viele Beschäftigte nehmen Personalmangel oder Arbeitsdruck als Konflikttreiber wahr.
Beschäftigte, die in Betrieben mit Betriebsrat arbeiten, berichten über deutlich mehr Präventionsmaßnahmen wie technische oder organisatorische Maßnahmen, Schulungen etc. als Beschäftigte, die keinen Betriebsrat haben.

Das IFES hat im Auftrag der GPA eine repräsentative Studie unter n=1.007 unselbständig Beschäftigten (ohne Beschäftigte in der Hoheitsverwaltung) im April und Mai 2022 druchgeführt. Die Studie wurde telefonisch und online erhoben.

Die Studie zum Download finden sie auf der Website der GPA.

Fotos: Gewerkschaft GPA

Rückfragen

Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

eva.zeglovits@ifes.at
oder +43 1 546 70 351