GPA Aktionswoche - BerufseinsteigerInnen

Eine von der GPA-djp in Auftrag gegebene und vom Sozialforschungsinstitut IFES durchgeführte Befragung mit 800 Personen zwischen 18 und 30 Jahren zeigt, dass sich ein überwältigender Anteil der Befragten mehr Information über das Berufsleben bereits während der Ausbildung wünscht. Nur 50 Prozent fühlen sich ausreichend informiert über ihre Rechte und Pflichten in Bezug auf die Arbeitswelt. Weiters ergab sich, dass berufliche Wünsche und Realität oft recht weit auseinander klaffen und dass es nach wie vor geschlechtsspezifische Diskrepanzen gibt.

Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) meint dazu: „Wir glauben, dass die Schule auf den weiteren Berufs- und Lebensweg vorbereiten soll und dass es daher auch Aufgabe der Schule ist, Grundkenntnisse über die Arbeitswelt zu vermitteln. Wir fordern daher eine Verankerung des Schwerpunkts Arbeitswelt in den Lehrplänen aller Schulformen. Mit diesem Schwerpunkt soll fächerübergreifend eine breite Übersicht über Berufe und Kompetenzen vermittelt werden.“ Eine Verankerung des Schwerpunkts Arbeitswelt in den Lehrplänen aller Schulformen, um eine breite Übersicht über mögliche Berufe und Kompetenzen zu vermitteln, schlägt auch Fabian Saxl, Jugendvorsitzender der GPA-djp Tirol im Zuge der Präsentation der Studienergebnisse vor.

Die Befragung zeigt auch, dass 18 Prozent der Männer befürchten, nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung nur schwer eine gute Arbeitsstelle zu finden. Bei den Frauen sind es deutlich mehr (28%). Unter den bereits berufstätigen Befragten gaben 22 Prozent der Männer an, dass es schwer war, den ersten Job zu finden. Bei den Frauen waren es 29 Prozent. Auch bei den Wegen, wie eine Arbeitsstelle gefunden wird, gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen finden Jobs am ehesten über Inserate (40 Prozent), Männer über ihr soziales Netzwerk wie Bekannte und Verwandte (34 Prozent).

80 Prozent geben an, dass die Vereinbarkeit ihres Berufs mit ihren außerberuflichen Interessen und Verpflichtungen wichtig sei. Eine große Diskrepanz gibt es bei der Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit, was die wöchentliche Arbeitszeit angeht. Es zeigt sich, dass die Befragten gerne kürzer arbeiten würden, als sie es aktuell tun.

Insgesamt zeigt sich, dass die befragten 18- bis 30-Jährige mehrheitlich optimistisch in die Arbeitswelt eintreten. Nicht alle Erwartungen werden jedoch erfüllt, vor allem hinsichtlich Gehalt, Arbeitszeit und der Vereinbarkeit zwischen Job und Privatleben.

Die wichtigsten immateriellen Kriterien beim Berufseinstieg sind ein gutes Arbeitsklima sowie ein respektvoller Umgang mit neuen MitarbeiterInnen. Die GPA-djp nahm diese Studie zum Anlass und entwickelte im Rahmen der Aktionswoche 10 Tipps für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

 

Nachzulesen auch:

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