Hohe Dynamik am Arbeitsmarkt und Belastung durch Überstunden

Der Arbeitsklima Index macht die hohe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt deutlich: Ein Fünftel will den Job wechseln

Die aktuelle Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index zeigt, dass etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer/-innen überlegt, ihre derzeitige Beschäftigung zu wechseln, wobei der Anteil unter den 25-jährigen besonders hoch ist. Die Hauptgründe den Job wechseln zu wollen sind negative Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Betriebs, schlechter Führungsstil und mangelnde Zufriedenheit mit der eigenen Tätigkeit.

Überstunden: Fast die Hälfte arbeitet mehr als vertraglich vereinbart.

Zwei Drittel aller Arbeitnehmer/-innen in Österreich müssen zumindest gelegentlich Überstunden machen. Dieser Anteil ist in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen. Insbesondere vollzeitbeschäftigte Männer zwischen 36 und 45 Jahren in der Industrie, am Bau und im Tourismus sind überdurchschnittlich von „Vielarbeit“ betroffen.
Beschäftigte die häufig Überstunden machen, leiden vermehrt unter Zeitdruck und können Arbeit und Privatleben nur schwer vereinbaren.

Kürzer Arbeiten – die österreichischen Beschäftigten wollen durchschnittlich 36 Stunden arbeiten.

Im Mittel möchten Beschäftigte um 2,2 Stunden weniger arbeiten als sie es derzeit tun. Die Wunscharbeitszeit der Männer liegt bei 38,8 Stunden und jene der Frauen bei 33,1 Stunden. Insbesondere Eltern wünschen sich weniger Arbeitsstunden.
 

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