IFES-Umfrage zur Pensionsreform

Das IFES führte im Auftrag des ÖGB in 2 Umfragewellen (je 1.000 Personen) eine bundesweit repräsentative Befragung durch. Die Erhebungen erfolgten am 12. April 2003 (Welle 1) und am 23. April 2003 (Welle 2) in Form von Telefoninterviews.

Die Haltung zu der von der Regierung vorgeschlagenen Pensionsreform ist eindeutig: 60% der Bevölkerung und sogar 64% der unselbstständig Erwerbstätigen lehnen die Vorschläge der Regierung ab (Noten 4 und 5). Nur 7% der Gesamtbevölkerung können den Vorschlägen etwas Positives abgewinnen.
Der Grund dafür liegt in den befürchteten persönlichen Nachteilen. Vorteile kann so gut wie niemand erkennen, 27% geben an, davon nicht betroffen zu sein, 28% befürchten jedoch „gewisse“ und 33% sogar „gravierende Nachteile“.

74% der Gesamtbevölkerung halten gewerkschaftlichen Widerstand für gerechtfertigt, bei den unselbstständigen Erwerbstätigen sind es sogar 79%, bei den PensionistInnen 71%.

Auf Basis der Vergleichsumfrage vom 12. April 2003 ist die Befürwortung von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen bis zum 23. April 2003 signifikant gestiegen: 40% (plus sieben Prozentpunkte) der Bevölkerung befürworten Protestversammlungen in den Betrieben, 63% (plus zwei Prozentpunkte) befürworten öffentliche Kundgebungen und Aktionen der Gewerkschaften, 35% (plus neun Prozentpunkte) inzwischen sogar Streiks.

Unter den unselbstständig Erwerbstätigen hat sich die Bereitschaft, selbst an einem Streik "sicher" teilnehmen zu wollen, innerhalb dieser zehn Tage von 12% auf 25% verdoppelt, weitere 16% (zuvor 15%) geben an, "eher schon" teilnehmen zu wollen.

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