Internettechnologie-Nutzung in Österreichs Industriebetrieben auf hohem Niveau

IFES hat im Auftrag des Dachverbands der österreichischen Internet Service Provider (ISPA) Anfang Oktober 2006 eine Telefonumfrage unter österreichischen Industrie-Unternehmen zur Bedeutung der Internettechnologien durchgeführt. Die Studienergebnisse wurden heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz von Hermann Wasserbacher (IFES) und dem in der vergangenen Woche neu gewählten ISPA-Präsidenten Roland Türke der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die befragten CEOs und CIOs dieser Unternehmen schätzen die Bedeutung der Internettechnologien für ihr Unternehmen als „sehr bedeutend“ (47 Prozent) und „eher bedeutend“ (46 Prozent) ein. In den nächsten fünf Jahren wird die Bedeutung der Internettechnologien in ihren Unternehmen „sehr stark“ (17 Prozent) bzw. „stark“ (38 Prozent) zunehmen.


Wachstum bei mobilem Internet und VoIP erwartet

Die größten Wachstumspotentiale werden von den Unternehmen insbesondere beim mobilen Internet, bei der elektronischen Rechnungslegung und im noch stärkeren Einsatz von VoIP (Voice over IP) gesehen. Besonders stark an Bedeutung werden diese Internetdienste bei international organisierten Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gewinnen.

Neben den klassischen Nutzungsbereichen wie E-Mail, Info-Recherche, etc. nutzen bereits heute 37 Prozent der Industrieunternehmen VoIP sowie 19 Prozent der Firmen regelmäßig Videokonferenzen über Internettechnologie. Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung wird von 53 Prozent, Finanzabwicklung sogar von 79 Prozent der Unternehmen über Internet genutzt.


Einsatz der Technologien steigert Effizienz

Über zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben im Jahr 2005 bis zu 20 Prozent ihres jährlichen Investitionsvolumens für Internettechnologie-Einsatz aus. Für 2006 rechnen sie mit einem gleich bleibenden Volumen.

Der Einsatz dieser Technologie steigert laut Aussagen der befragten Entscheidungsträger die „Effizienz“, die „Schnelligkeit der Arbeitsabläufe“ und sichert die „Wettbewerbsfähigkeit/das Bestehen am Markt“. Der Aspekt „Kostenoptimierung“ steht in Relation dazu nicht im Vordergrund.

Knapp mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) schätzen die Wichtigkeit des „Vertriebskanals Internet“ (E-Commerce) „weniger wichtig“ bzw. „gar nicht wichtig“ ein. Tendenziell hat heute das Internet als Vertriebsweg für kleinere Unternehmen (bis 100 Mitarbeiter) eine stärkere Bedeutung als für größere Unternehmen. Wesentlich wichtiger ist im Gegensatz dazu bereits heute der Bereich Procurement: Für 29 Prozent der befragten Unternehmen ist der Einkauf/die Beschaffung über das Internet „sehr wichtig“ und für weitere 41 Prozent „eher wichtig“.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen uns, dass sich die heimischen Betriebe bei der Nutzung von Internettechnologien bereits heute auf einem sehr hohen Niveau bewegen, der Höhepunkt aber noch lange nicht erreicht ist. Umso wichtiger ist es, dem Wirtschaftsfaktor Internet, der wie auch die Studie zeigt, auch Arbeitsplätze schafft, einen entsprechenden Stellenwert in der Politik zukommen zu lassen“, kommentierte Roland Türke die aktuelle Studie.

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