KfV-Schwimmstudie 2021 präsentiert

Für das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat das IFES eine repräsentative Studie zum Thema Schwimmkompetenz in Österreich durchgeführt. Mehr als 2.300 Personen wurden hierfür im April und Mai 2021 befragt. Unter anderem zeigt sich, dass unter den Auswirkungen der COVID-Pandemie auch die Schwimmkompetenz der Jüngsten gelitten hat.

Während 2019 noch rund 14 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre gar nicht schwimmen gingen, waren es im vergangenen Jahr 32 Prozent. Der weitgehende Entfall des Schwimmunterrichts und geschlossene Bäder haben insbesondere für Kinder aus ökonomisch benachteiligten Haushalten negative Folgen, da diese bzw. deren Eltern tendenziell über eingeschränkte Möglichkeiten und finanzielle Ressourcen verfügen, um sich private Schwimmkurse leisten zu können. Darüber hinaus ist Schwimmen in bestimmten soziokulturellen Milieus auch nicht so verbreitet. Die Schwimmstudie zeigt aber auch, dass die Intensität des Schwimmens unter den Erwachsenen stark abgenommen hat: Der Anteil jener Erwachsener, die im vergangenen Jahr nie schwimmen gegangen sind, hat sich von 20 Prozent auf 44 Prozent mehr als verdoppelt. Insgesamt können rd. 162.000 Kinder zwischen 5 und 29 Jahren nicht schwimmen, davon rd. 132.000 im Alter zwischen 5 und 9.

Da bei tödlichen Kinderunfällen das Ertrinken die zweihäufigste Todesursache darstellt und auch Erwachsene „aus der Übung“ sind, appelliert das KfV, eine „Aufholjagd auf allen Ebenen“ zu beginnen.

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