Lärm am Arbeitsplatz

Im Zuge einer Sonderauswertung des Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitors wurden auf einer Pressekonferenz am 09.12.2009 vom Präsidenten der AK OÖ, Dr. Johann Kalliauer, dem Leiter des Projekts “Hörstadt” im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Linz 09, Peter Androsch, sowie dem Experten von IFES, Dr. Reinhard Raml, die Ergebnisse zur Lärmbelastung am Arbeitsplatz präsentiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass es sich dabei um ein weit verbreitetes und stark unterschätztes Problem handelt, das verstärkte Aufmerksamkeit und konkrete Lösungen bzw. Schutzmaßnahmen erfordert.

Fast zwei Drittel aller Arbeitnehmer/-innen sind mit Lärm und Geräuschquellen am Arbeitsplatz konfrontiert. 27 Prozent der Arbeitnehmer/-innen werden mehr als die Hälfte der Zeit von einer Lärmquelle gestört, sieben Prozent die ganze Zeit über.

Nur jede/-r fünfte Betroffene fühlt sich durch Lärm am Arbeitsplatz nicht belastet. Fast ebenso viele (17 Prozent) fühlen sich “sehr stark” oder “stark” belastet. Arbeiter/ -innen in der Privatwirtschaft, sind am häufigsten einer Dauerbeschallung ausgesetzt. Die davon am meisten betroffenen Branchen sind die Transportwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie der Handel.

Trotz dieser erheblichen Belastungen gaben nur 18 Prozent der Befragten an, dass es in ihrem Unternehmen Maßnahmen zur Lärmreduzierung gibt. Obwohl der Handel zu den Branchen mit überdurchschnittlich häufiger Dauerbeschallung zählt, gibt es dort bei weitem am wenigsten Gegenmaßnahmen.

Die Befragung zum Thema “Lärm am Arbeitsplatz” erfolgte im Rahmen der Erhebungen zum Österreichischen Arbeitsgesundheitsmonitor, der im Auftrag der AK Oberösterreich regelmäßig repräsentative Daten zum Gesundheitszustand aller Österreichischen Arbeitnehmer/-innen liefert. Die Datenbasis bildet hierbei das erste Halbjahr 2009 mit rund 2.000 durchgeführten Interviews.

Rückfragen bitte an

Dr. Reinhard Raml steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: +43 1 546 70 321 oder reinhard.raml@ifes.at