Mitbestimmung in der Arbeitswelt vor neuen Herausforderungen

IFES-Geschäftsführerin Dr.in Eva Zeglovits hat im Zuge einer Pressekonferenz mit vida-Vorsitzendem Roman Hebenstreit und Willi Mernyi, leitender ÖGB-Sekretär für Organisation, IFES-Studienergebnisse zum Thema Gerechtigkeit und Mitbestimmung vorgestellt. Eine klare Mehrheit findet, dass eine Gesellschaft dann gerecht ist, wenn alle die gleichen Mitbestimmungsmöglichkeiten haben.

Die Bedeutung der Demokratie im Allgemeinen und der Mitbestimmung in der Arbeitswelt im Speziellen standen beim heurigen Sommerdialog des Österreichische Gewerkschaftsbundes (ÖGB) im Fokus, und wurden bei Straßenaktionen und mit Kunst- und Kulturschaffenden in allen neun Bundesländern diskutiert. Die Ergebnisse dieses Dialogs wurden gemeinsam mit IFES-Geschäftsführerin Dr.in Eva Zeglovits vorgestellt, die einen analytischen Rahmen setzte. Denn Anfang 2020 hat das IFES für die Arbeiterkammer Wien eine Studie zum Thema „So gerecht ist Österreich“ (n=2.000) durchgeführt.

Dabei zeigte sich: Für eine klare Mehrheit von 70 Prozent ist eine Gesellschaft dann gerecht, wenn alle die gleichen Mitbestimmungsmöglichkeiten haben. Mehr als ein Drittel stellt der politischen Teilhabe ein eher negatives Zeugnis aus – besonders stark ausgeprägt ist dies in der Gruppe der ArbeiterInnen. Knapp ein Viertel der Bevölkerung sieht unzureichende Mitbestimmung in ihrem Betrieb. „Hier ist der Unterschied zwischen ArbeiterInnen und Angestellten allerdings nicht so stark ausgeprägt. Das macht Mut und zeigt, dass in der betrieblichen Mitbestimmung manches besser läuft als insgesamt“, so Zeglovits. Dies liege vor allem daran, dass Gewerkschaften und BetriebsrätInnen auch jene vertreten, die sonst kein politisches Gehör finden oder von demokratischer Teilhabe ausgeschlossen sind.

(Fotocredit: ÖGB)
 

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