Dauerbrenner Mathematik-Nachhilfe

Der Nachhilfebedarf nimmt in Österreich weiter zu. Insgesamt bekam im laufenden Schuljahr oder im Sommer davor knapp ein Viertel aller Schüler/innen bezahlte oder unbezahlte Nachhilfe. Gestiegen ist vor allem die Zahl der Schulkinder, die unbezahlte Nachhilfe erhalten haben. Die Gesamtausgaben für Nachhilfe belaufen sich auf rund 94 Millionen Euro. Sie haben sich gegenüber dem Jahr zuvor etwas verringert, auch weil Eltern zu höheren Anteilen auf günstigere Nachhilfeangebote zurückgegriffen haben. Nachhilfe ist nach wie vor in erster Linie in Mathematik nötig. Als Trend zeichnet sich ab, dass zunehmend auch Volksschulkinder eine externe Nachhilfe bekommen.

Die mit der Nachhilfe verbundenen finan­ziellen Belastungen der betroffenen Eltern haben eher noch zugenommen. Dasselbe gilt für die zeitlichen und stressbezogenen Belastungen infolge des Lernens und Übens mit den Kindern.

Das IFES führte im Auftrag der AK Wien (Abteilung Bildungspolitik) von Anfang März bis Ende April 2018 eine bundesweit repräsentative Befragung bei Eltern von Schulkindern zum Thema „Nachhilfe“ durch. Da die Anzahl der Interviews in den meisten Bundesländern im Auftrag der AK-Länderkammern noch weiter aufgestockt wurde, umfasst Stichprobe rund 3.260 Eltern-Haus­halte mit insgesamt 4.980 Schüler/innen. Zweck dieses jährlichen großan­geleg­ten Monitorings ist, aktuelle empiri­sche Grundlagen­daten zur Nachhilfe-Thema­tik in Öster­reich zu beschaffen und die ent­sprechende Entwicklung im Zeitverlauf zu analysieren. 

Der Studienbericht steht zum Download zur Verfügung.

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Dr. Gert Feistritzer steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

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