ÖsterreicherInnen für die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften

Dies ist das Hauptergebnis der von IFES durchgeführten Befragung zur rechtlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften in Österreich. So erkennen etwa 70 Prozent der Befragten Benachteiligungen derartiger Lebensgemeinschaften, nur 15 Prozent vermuten keine Diskriminierungen. So verwundert es auch nicht, dass eine klare Mehrheit von 56 Prozent (gegenüber 38 Prozent Ablehnern) eine rechtliche Gleichstellung befürwortet. Im Mietrecht, Erbrecht und im Sozialrecht bewegen sich die Anteile der BefürworterInnen zwischen 69 und 78 Prozent. Von 54 Prozent mehrheitlich abgelehnt wird allerdings (noch) das Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften. Hier schlagen offenbar Vorstellungsbilder von traditionellen Familienstrukturen mit ihrer primären Reproduktionsfunktion durch, die allerdings in der Realität längst nicht mehr die einzige Norm des Zusammenlebens bilden. Weder ist das Kinderkriegen an die Ehe gebunden, noch garantiert eine eheliche Partnerschaft Nachwuchs, ganz abgesehen von der Dauer ihres Bestandes. "Die Politik sollte sich also mehr trauen", wird der zuständige IFES-Projektleiter Georg Michenthaler in diesem Zusammenhang in der Profil-Ausgabe vom 23.8.04 zitiert. So manche sozialpolitischen Reform, die zum Zeitpunkt ihrer Einführung auf erbitterten Widerstand stieß, ist heute unbestritten und nicht mehr wegzudenken, man denke etwa an die Fristenlösung. Weitere Details der IFES-Studie zu diesem Thema finden sie im beigefügten Dokument.

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