PK Media Analyse 2004

40 Jahre Media-Analyse - Immer am Puls der Zeit!

Am 31. März 2005 veröffentlichte der Verein Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen die aktuellen Medien-reichweitenergebnisse der Media-Analyse 2004.
Vor 40 Jahren, im Juni 1965, wurden die Ergebnisse der ersten Media-Analyse in Österreich der Öffentlichkeit vorgestellt – die MA 1965. Anlässlich des 40jährigen Bestehens lud Dr. Wolfgang Bretschko, Präsident des Vereins ARGE Media-Analysen, die Institute Fessel-GfK, Dr.Karmasin/Gallup und IFES ein, 40 Jahre Media Analyse Revue passieren zu lassen. Bei der Pressekonferenz am 31. März 2005 präsentierten Mag. Barbara Baier (IFES) und Geschäftsführer Hermann Wasserbacher (IFES) die Höhepunkte aus 4 Jahrzehnten Media Analyse.

40 Jahre Media Analyse – Medienforschung in Österreich
Rund 380.000 Interviews in 28 Durchführungsjahren

Die Geschichte der Media Analyse ist zugleich die Geschichte der Medienforschung für die klassischen Medien in Österreich. Am Beginn steht eine All-Media-Untersuchung, in der im Rahmen einer Studie die Reichweiten von Print, Radio, Fernsehen und Kino erhoben wurden.
So wie sich Angebot, Bedürfnisse und Medienverhalten in Richtung Differenzierung verändert haben, entwickelten und spezialisierten sich die Methoden für die Erhebung der Mediennutzung. Heute ist die Media-Analyse ein komplexes System, das aus einer Basis-MA mit umfangreichen Printreichweiten be-steht, in die Zielgruppendaten aus der Konsum-Analyse sowie Radio- und Fernsehreichweiten aus dem Radiotest und dem Teletest fusioniert werden.

40 Jahre Media Analyse – Auch eine Kulturgeschichte der Konsumwelt in Österreich
Vom Traktor bis zum Handy

Die Media-Analyse ist nicht nur eine wichtige Reichweitenstudie – sie liefert darüber hinaus fundierte Einblicke in die Lebensverhältnisse und die Konsumwelt der österreichischen Bevölkerung.
Die 60er Jahre waren gekennzeichnet vom Aufbruch in moderne Lebensverhältnisse. Die bäuerlichen Strukturen waren noch ausgeprägt – 1965 wollte man daher wissen, ob ein Traktor im Haushaltsbesitz ist. Das Radiogerät im Haushalt war bereits eine Selbstverständlichkeit, aber das Fernsehgerät (30%) und das Telefon (19%) waren wenig verbreitet. Erst ein Drittel hatte den Komfort eines Badezimmers, aber immerhin besaßen 41 Prozent eine Waschmaschine. Geldreserven konnten kaum angelegt werden, so verfügten 7 Prozent über einen Bausparvertrag – heute sind es mehr als 60 Prozent.
In den 70er Jahren zeichnete sich ein erster Wohlstand auf breiterer Gesellschaftsbasis ab. Der Besitz eines Fernsehgerätes ist bis in die 70er Jahre rasant angestiegen – von 30 auf 85 Prozent. Die meisten Haushalte sind nun auch mit Badezimmer und Waschmaschine ausgestattet. Es bleibt etwas Geld, um die Grundausstattung im Haushalt zu verbessern – in vielen Haushalten gibt es eine Tiefkühltruhe (45%), und einige leisten sich bereits einen Geschirrspüler (5%).
Für die „goldenen“ 80er Jahren sind „Convenience und Luxus“ charakteristisch. Das spiegelt sich in einer Reihe von Sonderthemen in der MA wider. Beispielsweise wird Ausstattung mit elektrischen Haushalts-geräten von der elektrischen Trockenhaube bis zur elektrischen Zitruspresse erhoben. Ende der 80er Jahre sind so genannte „Güter des gehobenen Bedarfs“ wie der Pelzmantel oder die teure Armbanduhr begehrt.
Seit den 90er Jahren gibt es wieder neue Welten zu entdecken. Neue Informationskanäle und neue Kommunikationsmedien bestimmen das Zeitalter. Internet und Handy erleben ihren Siegeszug und durchdringen mit einer noch nie da gewesen Dynamik unser Leben.

Ausblick

Das Media Analyse-Interview wurde die ersten 40 Jahre auf Basis von face to face Interviews mit einem Papierfragebogen und Papier-Titelkarten durchgeführt. Mit Jänner 2005 ist die MA auf CAPI/CASI Interviews umgestiegen. Die Zukunft der Media-Analse hat soeben begonnen.

Rückfragen bitte an

Hermann Wasserbacher steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Hermann.Wasserbacher@ifes.at
oder +43 1 546 70 374