Politik für Jugendliche ein Thema

Heute fand im Renner-Institut die Präsentation einer Jugendstudie statt, die das Verhältnis junger ÖsterreicherInnen zur Politik analysiert. Das Renner-Institut hatte im Jahr 2007 das IFES damit beauftragt, die Durchführung erfolgte von Februar bis Juli 2008.

Unmittelbarer Anlass war die generelle Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die damit verbundenen Konsequenzen für den politischen Bildungsauftrag des Renner-Instituts. Im Focus standen grundsätzliche Haltungen und Einstellungen der Jugendlichen etwa hinsichtlich Interesse an und Zugang zu politischen Fragestellungen, Erwartungen an die Politik und die Relevanz unterschiedlicher Themen.

 

Sorgen der Jugendlichen

  • Schwenk nach Rechts
  • Abkehr vom Sozialen
  • Pensionen
  • allgemeine Teuerung
  • Kluft zwischen Arm und Reich
  • Zugangsbeschränkungen bei Bildung
  •  Jobaussichten (SchülerInnen von BHS haben diesbezüglich weniger Sorgen als SchülerInnen von AHS - Matura wird ein geringer Wert beigemessen)

 

Wichtige (neue) Themen

  • Wohnen
  • Tierschutz
  • Sport (v.a. Schule, Vereine)
  • Mindestlohn (v.a. für Lehrlinge)
  • Ausländerintegration (verpflichtende Deutschkurse, etc.)
  • öffentliche Sicherheit (mehr Polizeistreifen v.a. beim Fortgehen)
  •  Jugendschutz (Zeitbeschränkungen werden von den Jugendlichen durchaus für sinnvoll gehalten)

 

Einstellung gegenüber Wählen mit 16:

  • Anteil der Jugendlichen, der dafür bzw. dagegen ist, hält sich die Waage
  • die, die dafür sind, sind politisch interessierter als die anderen und ihnen ist bewusst, dass sie jetzt schon „ihre“ Zukunft gestalten können
  • die, die dagegen sind, argumentieren damit, dass Jugendliche mit 16 zu wenig Ahnung von Politik haben und ihre Stimme ohnehin nichts bewegen kann

 

Was wünschen Jugendliche?

  • neue Themen in der Politik
  • günstigere Preise bei den öffentlichen Verkehrsmitteln
  •  mehr Mitspracherecht
  • mehr politischen Informationsaustausch
  • NEUTRALE Darstellung aktueller politischer Geschehnisse z.B.: durch eine/n Politologen/in
  • bessere Berufs- und Studienberatung
  • Förderung alternativer Energie
  • mehr Freizeitangebot (v.a. für 14-15-Jährige als Alternative zum Fortgehen)

Ideale Partei (demonstrative Aufzählung)

  • sollte die besten Punkte aller Parteien in sich verkörpern
  • sollte jeweils zur Hälfte aus Frauen und Männern bestehen
  • sollte die Bevölkerung mehr miteinbeziehen
  • es sollte Einigkeit innerhalb der Partei bestehen
  • sollte mehr Jugendarbeit leisten
  • sollte transparent sein
  • sollte realistische Ziele verfolgen
  • sollte einen Ausgleich zwischen den Interessen der Arbeitnehmer und jenen der Wirtschaft anstreben