Richtlinien des VdMI zur Veröffentlichung von Sonntagsfragen

Der Verband der Marktforschungsinstitute (VdMI) hat in einer Arbeitsgruppe Richtlinien zur Veröffentlichung von „Sonntagsfragen“ in der Wahlforschung erarbeitet. Diese Richtlinien sollen helfen, die Qualität publizierter Ergebnisse zu sichern und die Aussagekraft von Sonntagsfragen transparent zu machen.
Neben einer Mindest-Stichprobengröße von n=800 ist auch die Methodik vorgegeben: So sind reine Online-Stichproben nicht als aussagekräftig einzustufen, da rund ein Fünftel aller ÖsterreicherInnen nicht über einen Internetzugang verfügen. In Zukunft müssen auch die Stichprobengrößen für publizierte Untergruppen, Gewichtungsverfahren und der Anteil der Deklarierten, also jener Personen, die auf die Wahlfrage eine Partei angeben, ausgewiesen werden.
Das IFES hat als Mitglied des VdMI an der Erarbeitung der Richtlinien mitgewirkt. "Die Richtlinien machen es für Medien und LeserInnen leichter, die Qualität von publizierten Sonntagsfragen einzuschätzen", meint IFES Geschäftsführerin Eva Zeglovits, die im vergangenen Jahr immer wieder zum Thema Qualität von Wahlumfragen Stellung bezogen hat.

Erfreulich ist, dass auch die Plattform neuwal.com die Richtlinien unterstützt und eine entsprechende Visualisierung umgesetzt hat.


Die Richtlinie steht zum Download auf der Website des VdMI zur Verfügung.

Rückfragen

Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

eva.zeglovits@ifes.at
oder +43 1 546 70 351