Sonderauswertung Arbeitsklimaindex

Die allgemeine Situation des Arbeitsmarktes wird von den Arbeitnehmern in Österreich pessimistisch beurteilt. Diese negative Sicht der Beschäftigungschancen wird geradezu zur "Hoffnungslosigkeit bei älteren Arbeitslosen". Das zeigt die jüngste Sonderauswertung der Daten des Arbeitsklima-Index.

Details zum Thema wurden bei einer Pressekonferenz am Mittwoch den 12. März 2003 in Wien von

AKOÖ-Präsident Hubert Wipplinger
Mag. Christoph Hofinger von SORA und
Mag. Sabine Putz von IFES

präsentiert.


Der Arbeitsklima-Index:

"Seit 1997 wurde in mittlerweile rund 25.000 Einzelinterviews die Zufriedenheit am Arbeitsplatz der österreichischen Beschäftigten erhoben", erläutert IFES-Projektleiter Georg Michenthaler.

Zufriedenheit am Arbeitsplatz - ein Schlagwort, das gerade in Zeiten von Shareholder-Value und Profitmaximierung eine ganz neue Dimension erhalten hat. Viele Betriebe haben aber mittlerweile erkannt, dass das wahre Erfolgspotenzial nicht ausschließlich in den Produkten, sondern in hochmotivierten, engagierten und loyalen Mitarbeitern zu finden ist.

Messungen der Mitarbeiterzufriedenheit sind nicht neu, doch ohne externe Vergleichsmöglichkeiten kann die Relevanz der Ergebnisse nicht bewertet werden, die Aussagekraft derartiger Zufriedenheitsmessungen bleibt begrenzt.
Der Arbeitsklima-Index - im Auftrag der Oberösterreichischen Arbeiterkammer von IFES gemeinsam mit SORA entwickelt - behebt diesen fundamentalen Mangel.

Mit dem Arbeitsklima-Index lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit in Betrieben und Non Profit-Organisationen messen. Das Konzept entspricht den Bedingungen und Normen des EFQM-Moduls (European Foundation for Quality Management). Die Basisfragen für die Indexberechnung werden durch betriebsspezifische Zusatzmodule ergänzt - eine parallele Messung der internen Kundenzufriedenheit ist ebenso möglich wie die Verknüpfung mit Messungen der externen Kundenzufriedenheit. Der entscheidende Unterschied des Arbeitsklima-Index zu herkömmlichen Messungen der Mitarbeiterzufriedenheit ist die Möglichkeit des externen Vergleichs, ohne sich selbst „in die Karten schauen zu lassen“. Entwicklungen im eigenen Betrieb können mit den Veränderungen außerhalb verglichen und an ihnen gemessen werden.

Die Datenbasis für dieses Benchmarking liefern kontinuierliche Messungen der Arbeitszufriedenheit in repräsentativen Stichproben österreichischer Beschäftigter, die nach einer Vielzahl betrieblicher und persönlicher Merkmale differenziert werden können (4x jährlich ca. 900 Interviews; rund 25.000 Interviews seit 1997). Zudem ist eine Online-Variante zur Messung der individuellen Arbeitszufriedenheit verfügbar.

Siehe: Arbeitsklimaindex

Zielgruppen für den Arbeitsklima-Index sind Personalchefs, Personalvertreter, Betriebsräte und Unternehmensberater.

Rückfragen bitte an

Georg Michenthaler steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: ​+43 1/546 70 354 oder ​georg.michenthaler@ifes.at