Strukturwandelbarometer: (Neue) Herausforderungen durch die Pandemie

Der Strukturwandelbarometer 2020 der Arbeiterkammer Wien stand dieses Jahr ganz im Zeichen von Corona. Durch diese neue Herausforderung konnte dieses Forschungsprojekt aber auch wachsen. Mit dem ÖGB konnte ein neuer Kooperationspartner gefunden und die Stichprobe dadurch erheblich vergrößert werden. Zwischen August und September wurden 1.828 Betriebsratsvorsitzende befragt, wie sehr die COVID19-Krise ihre Betriebe und Unternehmen strukturell und wirtschaftlich verändert hat.

Rund die Hälfte der betriebsrätlich organisierten Betriebe wurde eher oder sehr stark von der Krise getroffen. Durch eine gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung – 8 von 10 bewerteten die Zusammenarbeit und Einbindung als (sehr) gut –  und Maßnahmen wie z.B. der Kurzarbeit, die in 91% der Betriebe umgesetzt wurde, konnten härtere Einschnitte wie Kündigungen (in 9% der Betriebe) oder Lohn- und Arbeitszeitkürzungen (7%) großflächig verhindert werden.

Auch wirtschaftlich sehen Betriebe mit Betriebsrat / Bertriebsrätin kaum negativ in die Zukunft. 13 Prozent bewerten die Liquidität ihres Unternehmens negativ und 15 Prozent sehen in den kommenden Monaten bis ein/zwei Jahren eine wirtschaftliche Problemlage auf sich zu kommen.
Gleichzeitig zeigen aber die Betriebsrätinnen und Betriebsräte in dieser Studie auf, dass der Arbeitsdruck der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter steigt (in 43% der Betriebe) und diese Entwicklung durch die Krise eher verschärft wird.

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