Teuerung setzt Salzburgs Beschäftigte unter Druck

IFES hat im Auftrag der Arbeiterkammer Salzburg eine Befragung zum Thema Teuerung durchgeführt. Nun wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz von AK-Präsidenten Peter Eder, PRO-GE-Landesvorsitzenden Thom Kinberger und IFES-Projektleiter Martin Oppenauer vorgestellt. (Fotocredit: AK/Rieger)

Das IFES hat Mitte August bis Anfang September 525 Salzburger Arbeitnehmer:innen telefonisch und online rund um das Thema Teuerung befragt. Ziel der Befragung war, Betroffenheit und Erwartungen an politische Akteur:innen in diesem Kontext zu untersuchen.  Die Ergebnisse zeigen, die Teuerung bereitet weiten Teilen der Beschäftigten Probleme. Landes- und Bundesregierung wird in diesem Kontext mehrheitlich kaum oder gar kein Vertrauen entgegengebracht. Politisch sind strukturelle Maßnahmen wie höhere Gehälter und Löhne, Preisgrenzen und Marktregulierungen besonders willkommen.

Die größten Sorgen bereiten Salzburgs Arbeitnehmer:innen Aspekte der aktuellen Teuerungswelle: 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten sorgen sich über steigende Kosten für Heizen und Strom, steigende Lebenshaltungskosten sowie steigende Kosten für Wohnen. Das trifft besonders auf AK-Mitglieder zu, die sich tendenziell häufiger in schlechter bezahlten oder prekären Beschäftigungsverhältnissen wiederfinden (Jüngere, weibliche Personen, Personen mit niedrigeren formalen Bildungsabschlüssen und schlechtem Auskommen mit dem Einkommen).

Geht es um die Leistbarkeit bestimmter Ausgaben im Herbst, dann zeigt sich, dass der tägliche Einkauf, Wohn- und Heizkosten zwar mehrheitlich noch als leistbar eingestuft werden. Gleichzeitig gibt jeweils rund ein Fünftel an, diese Punkte würden Probleme bereiten. Rund ein Viertel aller Eltern berichtet, die Kosten für Schule und Kinderbetreuung werden ihnen finanzielle Schwierigkeiten machen. Mehrheitlich wird damit gerechnet, dass Essen gehen, Kulturprogramm, Urlaub oder unerwartete Ausgaben nur schwer oder nicht mehr leistbar sein werden.

In puncto politischer Maßnahmen stoßen höhere Löhne und Gehälter, Preisgrenzen bei Strom- und Gas sowie die Besteuerung von Übergewinnen der Energieunternehmen und niedrigere Mieten auf den höchsten Zuspruch.

Bild (v.l.n.r.): PRO-GE Landesvorsitzender Thom Kinberger, AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder, IFES-Projektleiter Martin Oppenauer                    

Fotocredit: AK/Rieger

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