Urlaubsgeld für viele existenznotwendig!

Das Urlaubsgeld hat für die österreichischen Angestellten nicht nur einen sehr hohen subjektiven und symbolischen Stellenwert, sondern ist für viele auch eine wichtige Existenzgrundlage. Das ergab eine von IFES im Auftrag der GPA-djp durchgeführten Face to Face-Befragung in einer repräsentativen Stichprobe von knapp 500 Angestellten. Dass das Urlaubsgeld als fixer Bestandteil des heimischen Entlohnungssystem gilt, wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass es mehrheitlich (zu 52%) als gesetzliche Verpflichtung und nur zu rund einem Drittel - korrekterweise - als kollektivvertraglich festgelegte Regelung gesehen wird.
Verwendet wird das 13. und 14. Gehalt einerseits für Extras wie besondere Anschaffungen, Urlaubsreisen, aber (von 32%) auch für die Bestreitung der alltäglichen Ausgaben oder (von 13%) für die Abdeckung von aufgelaufenen Schulden. Gefragt nach der wichtigsten Verwendung der Sonderzahlungen, rangieren die alltäglichen Ausgaben sogar an erster Stelle: 24 Prozent der Angestellten verbrauchen das Geld "in erster Linie" dafür, gefolgt von besonderen Anschaffungen wie Möbel, KfZ usw. (19%).
Somit hätte eine mögliche Abschaffung dieser Sonderzahlungen für rund ein Drittel der Angestellten existenzbedrohende Folgen: 23% müßten sich in ihrer Lebensführung merklich einschränken, jede(r) Elfte rechnet in diesem Fall sogar mit Verschuldung und materieller Not.

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