Vertrauen in die Politik in Zeiten von Corona

Zu Beginn der Corona Krise war – nicht nur in Österreich – zu beobachten, dass die Menschen ihre politische Führung stark unterstützten, ein Phänomen, dass in Zeiten großer Unsicherheit nicht ungewöhnlich ist. Nun stellt sich die Frage, ob dieses Vertrauen auch bestehen bleibt.
Die Menschen in Österreich nehmen die Politik als handlungsfähig wahr. 39% sagen, die österreichische Politik könne das Ausmaß der Ausbreitung des Coronavirus in Österreich „sehr stark“ beeinflussen, weitere 48% meinen „ziemlich stark“. Vier Wochen zuvor, im März, lagen diese Werte etwa gleich hoch.
Das Vertrauen in Bundesregierung, Bundeskanzler und Gesundheitsminister ist sehr hoch. Auf einer Skala von 0 (kein Vertrauen) bis 10 (großes Vertrauen) erhält der Bundeskanzler von 75% der Bevölkerung 6 oder mehr Punkte, der Gesundheitsminister von 71% und die Bundesregierung von 78%. Etwas zurück liegen das Parlament mit 70% und der Innenminister mit 65%.
Im Zeitvergleich erkennt man aber, dass das Vertrauen von extrem hohen Werten in den ersten beiden Wochen des Lockdown, etwas zurückgeht. Der Anteil derer, die kein oder sehr wenig Vertrauen haben (Werte von 0 bis 2 auf der Skala), hat sich von sehr niedrigem Niveau beinahe verdoppelt.
Das IFES hat von 17.-24. April n=604 Personen, repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung ab 16 Jahren, telefonisch und online befragt. Als Vergleichswert verwenden wir eine Umfrage, die mit gleicher Methode zwischen 19. und 25. März durchgeführt wurde (n=607).

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Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

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