Arbeitsklima Index: Belastung und Verunsicherung steigen

Die fortdauernde COVID19-Krise sorgt bei Beschäftigten für mehr Stress, weniger Zufriedenheit im Job und sinkenden Optimismus. Über diese und weitere aktuelle Entwicklungen in der Arbeitswelt hat IFES-Geschäftsführer Dr. Reinhard Raml gemeinsam mit AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer und Mag. Daniel Schönherr von SORA im Zuge einer Pressekonferenz informiert.

Die aktuelle Entwicklung des Arbeitsklima Index folgt dem typischen Verlauf einer wirtschaftlichen Krise: Während auf die erste Phase noch mit Optimismus und Zufriedenheit mit dem Status quo reagiert wurde, brachten die Verschärfungen im Herbst zunehmend höhere Belastungen und Verunsicherung für die Beschäftigten in Österreich mit sich. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des von IFES für die Arbeiterkammer Oberösterreich erhobenen Arbeitsklima Index in einem deutlichen Tief von 105 Indexpunkten wider.

Arbeiten unter sich dauernd ändernden Rahmenbedingungen führt zu mehr Stress und die volatile wirtschaftliche Lage lässt den Optimismus bröckeln. Insbesondere die Zufriedenheit mit Führungskräften hat sich im vorigen Jahr signifikant verschlechtert. Nicht die Mehrheit, aber ein Teil der Führungskräfte scheint (ebenfalls) mit den Herausforderungen der Pandemie überfordert (gewesen) zu sein. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung einzelner Indikatoren des Arbeitsklima Index.

Kurzarbeit ist ein adäquates Mittel, um Krisen zu bewältigen. Gleichzeitig geht diese Maßnahme für viele Betroffene an die finanzielle Substanz. 55 Prozent der sich in Kurzarbeit befindlichen Beschäftigten kommen mit dem Einkommen nur knapp oder gar nicht aus – trotz fehlender Freizeit- und Erholungsausgaben (für Urlaube, Ausflüge, Essengehen etc.).

 

Rückfragen

Dr. Reinhard Raml steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: +43 1 546 70 321 oder reinhard.raml@ifes.at