Arbeitsklima Index: Sonderauswertung für Burgenland präsentiert

Über die Auswirkungen der Pandemie auf die burgenländischen Beschäftigten hat IFES-Geschäftsführer Dr. Reinhard Raml gemeinsam mit Gerhard Michalitsch, Präsident der AK Burgenland, im Zuge einer Pressekonferenz informiert.

Zum nun schon 13. Mal wurde basierend auf der Studie zum Arbeitsklima Index eine Sonderauswertung für das Burgenland erstellt. Für das Jahr 2020 zeigt sich: Während in Gesamtösterreich die Arbeitszufriedenheit relativ stabil blieb, ging sie im sonst zufriedeneren Burgenland signifikant zurück. Die burgenländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben offenbar wesentlich sensibler auf die Auswirkungen der COVID19-Krise in der Arbeitswelt reagiert.

Mit Blick auf die vier Subdimensionen des Arbeitsklima Index – Arbeit, Betrieb, Gesellschaft, Erwartungen – lässt sich erkennen, dass vor allem die Zufriedenheit mit Arbeit und Betrieb deutlich gesunken ist. Ausschlaggebend hierfür sind steigende Belastungen am Arbeitsplatz, insbesondere die psychischen Belastungen haben stark zugenommen. Auch der hohe Innovationsdruck – Stichwort Home-Office – hat Spuren hinterlassen. Der Negativtrend im Teilindex Betrieb ist vor allem auf eine Entfremdung zwischen MitarbeiterInnen und Führungskräften zurückzuführen, mitunter angelegt in der Distanz im Home Office, aber auch bedingt durch die gestiegenen Arbeitsbelastungen.

Im Home-Office sind körperliche und psychische Belastungen deutlich ausgeprägter. Für Beschäftigte im Bereich Gesundheit und Soziales sowie im Pflegesektor sind die körperlichen Belastungen und der psychische Stress besonders hoch.

Weiters zeigt sich, dass Kinderbetreuung im Corona-Jahr 2020 besondere Herausforderungen mit sich brachte. Die Arbeitszufriedenheit ist bei Personen ohne Kindern deutlich höher. Ebenso wie bei den Belastungen im Gesundheits- und Pflegebereich hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders Frauen betroffen.

Rückfragen

Dr. Reinhard Raml steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

Tel: +43 1 546 70 321 oder reinhard.raml@ifes.at

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