GPA-Aktionswoche: Lehren aus der Coronakrise

Neun von zehn Personen in Österreich erachten einen starken Sozialstaat als besonders wichtig, um Krisen wie die Corona-Pandemie zu überstehen. Das zeigt eine IFES-Studie im Auftrag der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp). Drei Viertel aller Befragten schreiben diesbezüglich auch starken Gewerkschaften eine wichtige Rolle zu. Über 80 Prozent der unselbstständig Erwerbstätigen sehen die Rolle der Gewerkschaften zur Durchsetzung und Sicherung von ArbeitnehmerInnen-Interessen auch in Hinkunft als wichtig an. Gewerkschaftsmitglieder und Personen, die in einem Betrieb mit Betriebsrat bzw. Personalvertretung arbeiten, fühlten sich über Änderungen im Arbeitsrecht im Zuge der Coronakrise zudem besonders gut informiert (Urlaubsverbrauch, Sonderfreistellungen usw.).

Breite Zustimmung – rund 80 Prozent – gibt es für einen wirtschaftlichen Wandel nach der Krise sowie für eine höhere Entlohnung von Menschen, die im Gesundheitswesen und im Handel arbeiten. Mit Besorgnis blicken die Menschen in Österreich auf Entwicklungen wie die wachsende ökonomische Kluft. Verglichen mit Daten aus dem Jänner 2020 zeigt sich, dass durch die Coronakrise die Sorgen im Hinblick auf eine tiefgreifende Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen sind. Auf hohe Zustimmung stoßen auch Ideen wie Digital- und Vermögenssteuern sowie Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen. Eine Mehrheit kann sich eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes vorstellen.

Über die Studie

IFES hat im Auftrag der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) zwischen 11. und 25. Mai eine repräsentative Untersuchung zu Lehren aus der Coronakrise durchgeführt (n=1.000). Nun wurden die Studienergebnisse von IFES-Geschäftsführerin Dr.in Eva Zeglovits und GPA-Vorsitzender Barbara Teiber präsentiert.

[Fotocredit: GPA-djp]

Rückfragen

Dr.in Eva Zeglovits steht Ihnen gerne für Informationen zur Verfügung:

eva.zeglovits@ifes.at
oder +43 1 546 70 351