Private Nachhilfe gehört für viele Familien zum Schulalltag, dort erhalten Kinder jene Unterstützung, die ihnen in der Schule fehlt. Bereits ein Viertel der Volksschulkinder bekommt zusätzliche Unterstützung beim Lernen. Das geht aus dem Nachhilfebarometer 2026 hervor, den IFES im Auftrag der Arbeiterkammer Wien durchgeführt hat.
338.000 Kinder und Jugendliche bekommen laut Daten des Nachhilfebarometers bezahlte Nachhilfe. Das sind 32 Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Auch unter den Volksschulkindern ist der Bedarf bereits hoch, 23 Prozent davon nehmen Nachhilfe in Anspruch. Drei Viertel der Kinder und Jugendlichen werden zusätzlich von Eltern beim Lernen unterstützt, rund ein Viertel fast täglich. Bei Menschen ohne Matura ist dieser Anteil praktisch in allen Schulstufen höher, was auf eine klare Bildungsvererbung hindeutet.
Leicht gesunkene Nachhilfekosten, Zeitpunkt und Gründe deuten darauf hin, dass Nachhilfe seltener regelmäßig über das gesamte Schuljahr hinweg und häufiger gezielt vor Schularbeiten und Tests in Anspruch genommen wird: eine Tendenz zum kurzfristigen „Teaching to the test“. Bei mehr als der Hälfte geht es darum, eine Note zu verbessern. 28 Prozent brauchen Nachhilfe, um eine Nachprüfung oder eine negative Zeugnisnote abzuwenden.
19.8.2026
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