Sechs von zehn Österreicher:innen halten Versorgungsengpässe bei Medikamenten für ein realistische Szenario. Lösungsansätze werden in erster Linie auf europäischer Ebene gesehen. 86% unterstützen die Herstellung von Medikamenten in Österreich und knapp zwei Drittel befürworten finanzielle Anreize für den Ausbau von Pharma-Produktionsstätten in Österreich.

Daneben wird auch die Vorratshaltung von Wirkstoffen in der EU als wichtige Strategie wahrgenommen, um die Arzneimittelversorgung hierzulande langfristig zu sichern. Fast die Hälfte kann sich auch eine Inflationsanpassung bei Medikamenten – ähnlich wie bei anderen Gütern des täglichen Bedarfs – vorstellen.

Subjektives Wohlbefinden der Menschen verbessert sich leicht

Der allgemeine Gesundheitszustand verbessert sich leicht, ebenso die mentale Gesundheit. Während die körperliche Gesundheit mit steigendem Alter abnimmt, ist es bei der psychischen Gesundheit genau umgekehrt. Am besten beurteilen die über 60-Jährigen ihre seelische Verfassung.

Vertrauen in das Gesundheitssystem liegt nach wie vor unter dem Niveau vor der Pandemie

Nur die Hälfte der Österreicher:innen ist mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Acht von 10 rechnen mit Leistungskürzungen seitens der Krankenversicherungen und politischen Sparmaßnahmen. Drei Viertel befürchten, dass man in Zukunft eine private Zusatzversicherung brauchen wird, um eine gute medizinische Versorgung zu bekommen. Und auch der Eindruck einer Zwei-Klassen-Medizin hält sich.

 

Von links nach rechts: Dr. Walter Feichtinger, Dr. Reinhard Raml, Dr. Ulrike Holzgrabe und Marco Pucci

(Bildcredit: APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger)

Digitalisierung in der Medizin wird mehrheitlich positiv gesehen.

Dabei zeigen sich die Österreicher:innen speziell für das digitale Rezept und den digitalen Beipackzettel offen. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin wird grundsätzlich unterstützt. Hier gilt jedoch: die Akzeptanz ist in jenen Bereichen größer, wo Menschen nicht direkt damit in Kontakt treten, beispielsweise bei der Entwicklung von neuen Medikamenten oder der medizinischen Diagnostik. Weniger jedoch befürwortet wird ihr Einsatz bei Operationen oder beim Monitoring chronisch kranker Patient:innen.

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