Im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich hat das IFES untersucht, was sich die Beschäftigten in Oberösterreich von der Politik erwarten. Die überwiegende Mehrheit ist der Meinung, bislang sei zu wenig unternommen worden. Die Ergebnisse der Befragung wurden nun von IFES-Projektleiter Martin Oppenauer und dem Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreich Andreas Stangl präsentiert.

Vier von zehn unselbstständig Erwerbstätigen in Oberösterreich kommen mit ihrem Einkommen kaum oder nicht über die Runden: Jüngere Arbeitnehmer:innen, Personen mit Kindern im Haushalt sowie Arbeiter:innen haben häufiger Probleme, mit ihrem Einkommen auszukommen. Das sind auch jene Gruppen, die die Teuerung derzeit besonders stark zu spüren bekommen. 44% der Beschäftigten in Oberösterreich rechnen damit, unerwartete Ausgaben im kommenden Winter nicht oder eher nicht stemmen zu können. Fast die Hälfte der Beschäftigten wird ihr Kulturprogramm (eher) einschränken, d.h. auf Essen gehen oder Theater- und Kinobesuche verzichten (47%).

80% der AK-Mitglieder sind der Meinung, die Bundesregierung und die Landesregierung in Oberösterreich müssen mehr gegen die Teuerung unternehmen. 84% befürworten die Forderung, Gewinne von Energieunternehmen, an denen Land oder Bund beteiligt sind, für Preisreduktionen zu nutzen. Acht von zehn Beschäftigten befürworten eine stärkere Förderung der Heizkosten oder etwa eine Anpassung von Sozialleistungen an die Inflation. Mietsenkungen von Wohnungen, die im Einfluss des Landes Oberösterreich betrachten ebenso viele als wichtigen Hebel gegen die Teuerung.

IFES-Projektleiter Martin Oppenauer und Arbeiterkammer-Oberösterreich-Präsident Andreas Stangl (Fotocredit: AK OÖ – Wolfgang Spitzbart)

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