Im Rahmen des Förderungsprogramms für Sicherheitsforschung (KIRAS) hat das IFES für ein Projekt zur Resilienz gegen Cyberangriffen eine Online-Umfrage durchgeführt. Befragt wurden Beschäftigte in österreichischen Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeiter:innen. Neben geläufigeren Angriffsformen wie Phishing oder Malware gibt es auch solche, die vielen (noch) nicht bekannt sind.

Phishing und Malware über E-Mail-Anhänge sind den meisten Befragten bekannt. Hier geben jeweils rund zwei Drittel an, den Begriff zu kennen. Das überrascht wenig, denn beide Themen sind seit Jahren Teil vieler Awareness-Maßnahmen. Anders sieht es bei technischeren oder abstrakteren Bedrohungen aus: Bei DDoS-, Man-in-the-Middle und Zero-Day-Angriffen überwiegt der Anteil jener, die den Begriff nicht kennen.

Das verweist auf eine wichtige Herausforderung für Sicherheitskommunikation in Unternehmen: Awareness darf nicht nur bekannte Schlagworte wiederholen. Sie muss auch erklären, welche weniger sichtbaren Risiken für den Arbeitsalltag relevant sind und warum sie Beschäftigte überhaupt betreffen.

Besonders relevant ist dabei Social Engineering: Obwohl diese Angriffsform stark auf menschliche Interaktion, Vertrauen, Routinen und situativen Druck setzt, ist der Begriff deutlich weniger bekannt. Gerade deshalb sollte Social Engineering in Unternehmen mehr Aufmerksamkeit erhalten. Denn viele Cyberangriffe beginnen nicht mit einer technischen Schwachstelle, sondern mit einer überzeugenden Nachricht, einem Anruf, einer gefälschten Identität oder dem gezielten Ausnutzen organisationaler Abläufe.

Das verweist auf eine wichtige Herausforderung für Sicherheitskommunikation: Awareness darf nicht nur technische Risiken erklären, sondern muss auch soziale Manipulation sichtbar machen. Beschäftigte können nur dann angemessen reagieren, wenn sie verstehen, wie solche Angriffe funktionieren und warum sie im Arbeitsalltag relevant sind.

SOPHIE ist ein KIRAS-Sicherheitsforschungsprojekt zur Stärkung der Resilienz von Lieferketten gegenüber Cyberangriffen. Im Fokus steht, Cyberrisiken entlang von Supply Chains besser zu verstehen, Kaskadeneffekte sichtbar zu machen und Unternehmen bei Prävention, Reaktion und Krisenmanagement zu unterstützen.

KIRAS ist das österreichische Förderungsprogramm für Sicherheitsforschung und unterstützt nationale Forschungsvorhaben, die zur Erhöhung der Sicherheit in der Gesellschaft beitragen.

Beteiligte Konsortialpartner von SOPHIE sind: Bundesministerium für Finanzen (BMF), Bundesministerium für Inneres (BMI), Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV), Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), Digital Factory Vorarlberg GmbH, Gebrüder Weiss GmbH, h2 projekt.beratung KG, Institut für empirische Sozialforschung GmbH, Johannes Kepler Universität Linz, Universität für Bodenkultur Wien – Institut für Produktionswirtschaft und Logistik, FH Oberösterreich sowie die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH.

19.5.2026

Ansprechpartnerin

Mag.a Christine Schuster-Himmel
Wissenschaftliche Projektleiterin
Tel: +43/1/54670 – 320
christine.schuster-himmel@ifes.at

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