Rund ein Drittel der Beschäftigten in Österreich kämpft mit gesundheitlichen Problemen. Das hat Folgen für das Arbeitsleben: Wer sich nicht fit fühlt, hält es für unwahrscheinlicher, im aktuellen Beruf bis zur Pension durchhalten zu können. Als wichtigste Gegenhebel gelten weniger Arbeitsdruck und mehr Erholung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der GPA.

Für die Untersuchung sind 1.000 Arbeitnehmer:innen in Österreich befragt worden. Die Ergebnisse zeigen: Knapp ein Drittel schätzt den eigenen Gesundheitszustand als mittelmäßig bis sehr schlecht ein. In der Arbeitswelt stellen vor allem das Ausmaß der körperlichen Beanspruchung, Zeit- oder Arbeitsdruck sowie das Einkommen wesentliche Faktoren für die Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes dar. Allgemein berichtet rund die Hälfte aller Beschäftigten, die Arbeitsbelastung sei in den letzten zwei Jahren gestiegen, 43 Prozent geben an, diese sei gleichgeblieben, nur vier Prozent sehen einen Rückgang.

Mehr Erholung und weniger Arbeitsdruck besser für Durchhalten bis zur Pension

Der Gesundheitszustand beeinflusst stark, ob man sich vorstellen kann, die derzeitige Tätigkeit bis zur Pension ausüben zu können. Während rund ein Viertel der Personen mit (sehr) gutem Gesundheitszustand es für eher oder sehr unwahrscheinlich hält, bis zur Pension durchhalten zu können, liegt dieser Anteil bei Beschäftigten mit schlechtem oder sehr schlechtem Gesundheitszustand bei rund 60 Prozent. Weniger Arbeitszeit oder längere Erholungsphasen sowie weniger Arbeitsdruck könnten aus Sicht der Beschäftigten helfen, um ein Durchhalten bis zur Pension wahrscheinlicher zu machen.

24.6.2026

Ansprechpartnerin

Dr.in Eva Zeglovits
Geschäftsführerin
Tel: +43/1/54670 – 351
eva.zeglovits@ifes.at

Interessant könnte sein

Wohnen in Oberösterreich: Große regionale Unterschiede

Wohnen in Oberösterreich: Große regionale Unterschiede

Bei den monatlichen Mietkosten gibt es oberösterreichweit große Unterschiede: In der Region Steyr-Kirchdorf sowie in Linz und Wels liegen durchschnittlichen Mieten am niedrigsten, im Traunviertel am höchsten. Weiters zeigt sich: Ein hoher Anteil an gefördertem Wohnbau wirkt sich positiv auf das Niveau der Mieten aus. Die höchste Wohnzufriedenheit gibt es im Mühlviertel.

Finanzielle Belastung durch Kreditkosten nimmt zu

Finanzielle Belastung durch Kreditkosten nimmt zu

Im Zuge einer Pressekonferenz haben die AK Oberösterreich und IFES Ergebnisse aus der Studie zum Wohnzufriedenheits-Index präsentiert. Eine Sonderauswertung zeigt, dass die gestiegenen Kreditkosten „Häuslbauer:innen“ zunehmend unter Druck setzen. Verschlechtert hat sich die Leistbarkeit von Wohnen besonders von Kreditnehmer:innen mit variablen Zinsen.