Das IFES hat im Auftrag der ASFINAG mehr als 800 Autofahrer:innen zu ihrem Handy- und Pausenverhalten befragt. Wenngleich die Rast- und Parkplatzsituation an Autobahnen sehr gut ist, zeigt sich, dass während Autofahrten knapp 60% aller Befragten das Handy nutzen. Bei jüngeren Lenker:innen unter 30 Jahren sind es 80%.
Weitere Hauptergebnisse aus der Studie sind:
- Fast die Hälfte der Befragten fühlt sich ohne Handy in Griffweite im Fahrzeug „unwohl“.
- 40 Prozent wollen im Alltag Textnachrichten jedenfalls schnell lesen und auch beantworten, wobei ein Viertel es ebenfalls als unangenehm empfand, eine Nachricht noch nicht gelesen zu haben.
- Fast 20 Prozent lesen Nachrichten daher sogar während der Fahrt. Und ein Großteil davon schreibt dann auch gleich zurück.
- Zwei Drittel der Befragten telefonieren regelmäßig, jedoch mit einer Freisprecheinrichtung. Jede/jeder Siebente jedoch telefoniert noch immer mit dem Mobiltelefon am Ohr.
- Jede/jeder Dritte hat schon einmal ein Video während der Autofahrt gemacht, hier sind Jüngere deutlich riskanter unterwegs. 60 Prozent der unter 30-jährigen filmen beim Fahren etwas Spektakuläres/Aufregendes.
In Summe gaben fast 60 Prozent der Befragten zu, das Handy während der Fahrt auf die eine oder andere Art zu nutzen. Bei den Jüngeren (unter 30 Jahre) waren es sogar 80 Prozent. Und jede/jeder Zweite hantiert immer wieder mit dem Navigationsgerät oder dem Radio.
Als Gründe wurden genannt:
- eine Pause zu machen, sei zu mühsam
- die Nutzung des Handys erfolge „eh nur kurz
- Rastmöglichkeiten wären zu weit entfernt
Die bereits bestehenden Strafen (100 Euro) wirken für viele nicht abschreckend genug, nur für ein Drittel ist das ein ausreichender Grund. Gestraft wurden innerhalb der vergangenen fünf Jahre nur sieben Prozent der Befragten. Junge Männer stechen allerdings hervor: Immerhin 16 Prozent wurden schon einmal zur Kasse gebeten.
28.6.2024
— Geschäftsfeld
— Links
— Ansprechpartner

Christoph Hochwarter, MA
stv. Leitung der Abteilung Wissenschaftliche Mitarbeit
Wissenschaftlicher Projektleiter
Tel: +43/1/54670 – 326
christoph.hochwarter@ifes.at
— Interessant könnte sein
Arbeitsklima Index: Immer mehr arbeiten trotz akuter Erkrankung
Zwei von drei Arbeitnehmer:innen in Österreich haben im vergangenen Jahr gearbeitet, obwohl sie akut erkrankt waren. Vor zehn Jahren waren es nur rund halb so viele. Betroffene klagen über Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme in weiterer Folge. Das zeigen Auswertungen aus dem Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich, die im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.
Wiener Suchtmittelmonitoring: Informiertheit hoch, Alkoholkonsum rückläufig
Den Ergebnissen des Wiener Suchtmittelmonitorings 2025 zufolge fühlen sich 78 Prozent der Wiener:innen (sehr) gut informiert, wenn es um Drogen und Suchtmittel geht. Viel Stabilität zeigt sich im Konsumverhalten, der regelmäßige Alkoholkonsum ist rückläufig.
Gesundheitssystem: Zufriedenheit in Oberösterreich erreicht Tiefstand
Nur noch 36 Prozent der Beschäftigten in Oberösterreich stellen dem Gesundheitswesen eine gute Note aus. Das geht aus einer Studie hervor, für die das IFES im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich im Vorjahr 2.000 Arbeitnehmer:innen befragt hat. Die Ergebnisse wurden nun von AK-Präsidenten Andreas Stangl und IFES-Geschäftsführer Reinhard Raml präsentiert.


