Nur noch 36 Prozent der Beschäftigten in Oberösterreich stellen dem Gesundheitswesen eine gute Note aus. Das geht aus einer Studie hervor, für die das IFES im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich im Vorjahr 2.000 Arbeitnehmer:innen befragt hat. Die Ergebnisse wurden nun von AK-Präsidenten Andreas Stangl und IFES-Geschäftsführer Reinhard Raml präsentiert.
Immer mehr Versicherte sind mit der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich unzufrieden. Während sich 2023 noch 47 Prozent und 2024 rund 44 Prozent zufrieden zeigten, waren es im Vorjahr nur noch 36 Prozent. Das größte Problem stellen aus Sicht der AK-Mitglieder lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin oder eine Operation dar. Gerade auf einen Termin bei Augenärzt:innen oder Hautärzt:innen wartet man besonders lange. Wer an chronischen Erkrankungen leidet, betrachtet das Gesundheitssystem besonders kritisch: 34 Prozent dieser Gruppe sind unzufrieden, im Vergleich zu 23 Prozent ohne chronische Beschwerden.
Gut ein Viertel leistet sich daher eine Zusatzversicherung, mehr als die Hälfte nehmen Wahlarzt-Leistungen in Anspruch, um einen schnelleren Termin oder eine – subjektiv empfundene – höhere Qualität der Behandlung zu bekommen.
Einkommen und Bildung große Faktoren
Die Auswertungen zeigen auch: Einkommen und Bildung spielen eine große Rolle für die Zufriedenheit. Rund jede zweite Person mit einer schwierigen Einkommenssituation ist mit dem Gesundheitswesen unzufrieden. Das sind um 13 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Bei den AK-Mitgliedern, die sehr gut von ihrem Einkommen leben können, sind 18 Prozent unzufrieden.
20 Prozent der AK-Mitglieder mit Matura oder Hochschulabschluss bewerten das Gesundheitssystem negativ. Bei den Befragten ohne Matura sind es 30 Prozent und damit um 7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
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Dr. Reinhard Raml
Geschäftsführer
Tel: +43/1/54670 – 321
reinhard.raml@ifes.at

Martin Oppenauer, BA
Wissenschaftlicher Projektleiter
Tel: +43/1/54670 – 322
martin.oppenauer@ifes.at
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